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Erfahrungsbericht · Garten & Werkstatt

„Nach drei Bandscheibenvorfällen wollte meine Frau die Axt verbrennen.“ – Wie ich mit 58 wieder allein mein Brennholz mache

Ein Erfahrungsbericht von Bernd K. aus dem Landkreis Celle über sechs Wochen mit einem Holzspalt-Kegel für die Bohrmaschine – und darüber, was mich daran anfangs gestört hat.

Bernd K., Autor dieses Erfahrungsberichts

Bernd K., 58

Leserbericht · zuletzt aktualisiert am 4. August 2026

Mann spaltet mit einem Bohrmaschinen-Aufsatz Brennholz im Garten
Sechs Wochen, rund vier Ster Holz: So sieht mein Samstagvormittag inzwischen aus.

Die Vorgeschichte: Ein Kachelofen, 40 Meter Hang und ein kaputter Rücken

Wir haben 2011 ein altes Forsthaus gekauft. Dazu gehört ein Kachelofen, der das halbe Erdgeschoss wärmt – und ein Grundstück, auf dem jedes Jahr Holz anfällt. Fichte, Birke, ab und zu Apfelholz aus dem alten Bestand. Fünfzehn Jahre lang war das mein Ding: Motorsäge, Spaltklotz, Axt. Zwei Nachmittage im Oktober, fertig.

2022 kam der erste Bandscheibenvorfall. 2023 der zweite. Im Frühjahr 2025 hat es mich beim Spalten von einem Buchenscheit regelrecht umgehauen – ich lag zwanzig Minuten auf der Wiese, bis meine Frau mich gefunden hat. Danach war Schluss. Sie hat gesagt: „Entweder die Axt verschwindet, oder ich.“

Ein hydraulischer Spalter kostet bei uns im Baumarkt zwischen 700 und 1.900 Euro, wiegt über 60 Kilo und passt nirgends hin. Leihen kostet 45 Euro am Tag, und der Transport mit dem Kombi ist eine Zumutung. Ich habe also monatelang nichts gemacht und im Winter Holz für 120 Euro pro Schüttraummeter gekauft.

Wie ich auf den Kegelspalter gestoßen bin

Mein Schwager, gelernter Zimmerer, hat mir im Juni ein Video gezeigt: ein schwarzer, konischer Bohrer mit grobem Gewinde, eingespannt in eine ganz normale Bohrmaschine. Er setzt an, drückt kurz – und das Scheit fällt auseinander. Ich war ehrlich gesagt skeptisch. Das sah aus wie einer dieser Internet-Tricks, die im echten Garten nicht funktionieren.

Das Ding heißt Profibohrer und kostet zurzeit 34,99 € statt 69,99 €. Für den Preis eines Restaurantbesuchs war mir das Risiko den Versuch wert – zumal es ein Rückgaberecht gibt.

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Auspacken: schwerer, als ich dachte

Geliefert wurde nach vier Tagen in einem schlichten Karton. Der Kegel liegt erstaunlich schwer in der Hand – massiver, gehärteter Stahl, keine Blechkonstruktion. Das Gewinde ist grob und scharfkantig; man merkt sofort, dass die Kraft nicht aus dem Arm kommen soll, sondern aus der Drehung.

Profibohrer Holzspalter-Aufsatz mit verschiedenen Schäften neben Holzscheiten
Der Kegel mit den unterschiedlichen Schaftaufnahmen – bei mir passte der Sechskant direkt ins Bohrfutter.

Wichtig – und das steht leider klein gedruckt: Sie brauchen eine kräftige Maschine. Mein 18-Volt-Akkuschrauber war komplett überfordert. Mit der alten kabelgebundenen Schlagbohrmaschine meines Vaters (1.010 Watt, erste Gang, Schlagfunktion aus) ging es dagegen ohne Murren.

Der erste Versuch – und der erste Schreck

Ich habe mit einem Birkenscheit angefangen, Durchmesser vielleicht 22 Zentimeter. Ansetzen, langsam anlaufen lassen, Druck geben. Nach etwa drei Sekunden hat es geknackt und das Scheit ist der Länge nach aufgesprungen. Kein Schwung, kein Rückenrunden, kein Schweiß.

Der Schreck kam beim vierten Stück: Ich hatte ein astiges Fichtenstück nicht richtig fixiert, es hat sich mitgedreht und mir die Maschine aus der linken Hand gerissen. Nichts passiert, aber die Lektion sitzt. Das Holz muss stehen oder eingeklemmt sein, und beide Hände gehören an die Maschine. Wer das ignoriert, wird sich wehtun – daran gibt es nichts zu beschönigen.

Kegelbohrer setzt auf einem stehenden Holzstamm anNahaufnahme des Holzspalter-Aufsatzes im BohrfutterHolzscheit springt beim Spalten auseinanderSauber gespaltenes Brennholz nach dem Einsatz

Nach sechs Wochen: mein ehrliches Fazit

Was gut funktioniert

  • Rücken bleibt gerade – kein Ausholen, kein Schwungholen.
  • Birke, Fichte, Kiefer und Apfelholz waren kein Problem.
  • Leiser als eine Motorsäge, im Wohngebiet unproblematisch.
  • Passt in die Werkzeugkiste, kein Platzbedarf wie ein Hydraulikspalter.
  • Auch meine Frau (61) arbeitet damit ohne Kraftaufwand.

Was Sie wissen sollten

  • Kleine Akkuschrauber reichen nicht – mind. ca. 1.000 Watt empfohlen.
  • Sehr nasse, verdrehte Buche kann den Kegel stoppen.
  • Das Holz muss sicher fixiert sein, sonst dreht es mit.
  • Schutzbrille und Handschuhe sind Pflicht, keine lose Kleidung.
  • Späne fliegen – hinterher ist Kehren angesagt.

Würde ich es wieder kaufen? Ja. Nicht, weil es ein Wundergerät ist – das ist es nicht. Sondern weil es für mich den Unterschied macht zwischen „Ich kaufe Brennholz für 400 Euro im Jahr“ und „Ich mache es samstags selbst, ohne Schmerzen“. Für Profis mit vier Ster Buche am Tag bleibt der Hydraulikspalter das richtige Werkzeug. Für Menschen wie mich, mit Kachelofen, Rücken und einem normalen Garten, ist das hier die vernünftigere Lösung.

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Häufige Fragen aus meinem Bekanntenkreis

Passt der Aufsatz in jede Bohrmaschine?

In die meisten. Entscheidend ist die Aufnahme (Sechskant, SDS oder Rundschaft) und vor allem die Leistung. Prüfen Sie vor dem Kauf, welche Variante zu Ihrer Maschine passt – das steht in der Produktbeschreibung beim Händler.

Wie lange hält der Kegel?

Bei mir sind es nach vier Ster keine sichtbaren Abnutzungsspuren. Ich öle das Gewinde nach jedem Einsatz leicht ein und lagere es trocken.

Ist das gefährlich?

Es ist ein Werkzeug mit rotierendem Stahlgewinde – also ja, bei falscher Anwendung. Mit fixiertem Holz, Schutzbrille, festen Schuhen und beiden Händen an der Maschine halte ich es für deutlich ungefährlicher als eine Axt. Lesen Sie den Sicherheitshinweis im Fußbereich dieser Seite.

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Hinweis: Dieser Beitrag ist eine Werbeanzeige von Wedelsplaf. Der geschilderte Erfahrungsbericht beschreibt ein individuelles Nutzungserlebnis; Ergebnisse können je nach Holzart, Maschine und Anwendung abweichen. Der Anbieter der Ware ist unter gartenort.de erreichbar.